<
 
Startseite » Gesundheit Blog » Artikel lesen
Gesundheit Blog

Multiple Sklerose

Multiple SkleroseNachfolgend ein paar Infor­ma­tionen, die landläufigen Mut­ma­ßungen über MS gerade rücken sollen. Die Multiple Sklerose ist nicht gleichbedeutend mit "Muskel­schwund" und wird auch nicht vererbt. Sie trifft hauptsächlich junge Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren.

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung. Dabei greifen körpereigene Abwehr- und Entzündungszellen irrsinnigerweise Moleküle im Rückenmark, Sehnerv oder Gehirn an und verursachen so eine Entzündung des zentralen Nervensystems. Es kommt zu einer Schädigung der Isolierschichten der Nervenfasern (Myelinscheiden). Diese Schichten verhärten und so können Signale vom Gehirn nicht mehr so schnell wie üblich oder schlimmstenfalls gar nicht mehr ihr Ziel erreichen. Der Verhärtung verdankt die Multiple Sklerose ihren Namen, stammend aus dem lateinischen multiplex = vielfältig und griechischen skleros = hart, sinngemäß also vielfältige Verhärtungen.

Symptome

Leider kann die MS vielfältigste neurologische Symptome auslösen, weshalb die MS auch als Krankheit "mit 1000 Gesichtern" bezeichnet wird. Folglich äußert sich diese Krankheit bei den Betroffenen sehr unterschiedlich. Entsprechendes gilt für den Krankheitsverlauf. Typische Folgen sind Muskelschwäche, Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, Lähmungen, Stimmungsschwankungen, Vergesslichkeit sowie Seh- und Sprachstörungen.

Verlauf in Schüben

In den meisten Fällen Verläuft die Krankheit in unvorhersehbaren Schüben. Für die Betroffenen eine schlimme Belastung, da sie nie wissen, wann ein solcher Schub wieder einsetzt. Die Abstände zwischen den Schüben ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Bei manchen erfolgen diese in kurzen Zeitabständen andere hingegen haben jahrelange Ruhepausen. Bei jedem Zweiten geht der schubartige Verlauf irgendwann dann leider in einen fortschreitenden Verlauf mit stetig zunehmenden Funktionsstörungen über. Betroffen sind doppelt so viele Frauen wie Männer. Die Multiple Sklerose ist per heutigem Stand leider noch nicht heilbar, dennoch hat die Medizin in den letzten 15 Jahren beachtliche Fortschritte in der medikamentösen Behandlung erzielt, die dabei helfen den Erkrankten ihre Lebensqualität und Selbständigkeit zu erhalten.

Vitamin D und MS

Seit geraumer Zeit wird der potentielle Einfluss von Vitamin D auf die Entstehung und den Verlauf von MS untersucht. Der BENEFIT (Betaferon in Newly Emerging MS for Initial Treatment)-Studie zur Folge zeigte sich, dass der Vitamin D Spiegel einen erkennbaren Einfluss auf den Krankheitsverlauf hat. Ein Vitamin D Mangel beschleunigt den Übergang eines isolierten Syndroms in eine Multiple Sklerose.

Tierexperimente ergaben, dass hoch dosiertes Vitamin D die Reparaturvorgänge im geschädigten Nervensystem positiv beeinflussten. Ein andere Studie bei 400 MS Patienten ergab, dass die Krankheit bei jenen, die einen normalen Vitamin D Spiegel hatten langsamer fortschritt, als bei denen mit niedrigem Vitamin D Wert.

Gegenwärtig ist noch unklar, ob sich zusätzliche Vitamin D Verabreichung auch bei Menschen mit normalen Vitamin D Werten schützend auswirkt. Die Humanmedizin erwartet gespannt diesbezügliche Studien.

Wissenschaftler entdecken möglichen MS Auslöser

Forscher der Universitäten Duisburg-Essen und Münster stolperten anlässlich einer Studie zur Blutgerinnung über einen möglichen Auslöser der Multiplen Sklerose. Sie stellten fest, dass der Blutgerinnungsfaktor XII (FXII) im Blut von MS Patienten während eines Schubs deutlich erhöht ist. Bei Mäusen ließ sich zeigen, dass ein Fehlen des FXII-Gens die Gesundheit der Tiere positiv beeinflusst. Sie entwickelten weniger T-Zellen. Diese erzeugen einen Botenstoff, der bei der Entstehung von von MS eine wesentliche Rolle spielt. Die Forscher entwickelten daraufhin ein Heilmittel, dass in Tierversuchen bereits erfolgreich getestet werden konnte. Sie setzten in diesen Versuchen das Protein Infestin-4 ein. Dieses Protein, das die Bildung des FXII blockiert, gewannen sie aus einer blutsaugenden Raubwanze. Wann und ob der Einsatz beim Menschen erfolgt, lässt die Studie leider unbeantwortet.

weiterführende Links:
Was ist MS?
Vitamin D und MS
Vitamin D MS Krankheitsverlauf

Multiple Sklerose

Unsere Artikel enthalten lediglich allgemeine Hinweise. Sie sollen keinesfalls zur Selbstdiagnose oder Eigenbehandlung verwendet werden. Ein Artikel kann keinen Arztbesuch ersetzen.