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Calciumacetat - Nefro 700mg Medice Arzneimittel Pütter GmbH&Co. Kg
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Anbieter / Hersteller:

Medice Arzneimittel Pütter GmbH&Co. Kg

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PZN: 434052 (rezeptfrei)

Inhalt: Filmtabletten


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Calciumacetat-Nefro 700mg: Das Präparat ist ein Phosphatbinder. Es wird zur Phosphatsenkung bei erhöhten Serumphosphatwerten bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz unter Dialysebehandlung eingesetzt.

*Ersparnis: gegenüber dem höchsten uns aktuell vorliegenden Anbieterpreis.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Calciumacetat - Nefro 700mg

Inhaltsstoffe

  • Wirkstoff (pro Stück)
  • 700 mg Calcium diacetat
  • 177.4 mg Calcium Ion
  • Hilfsstoff
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Crospovidon
  • Hypromellose
  • Macrogol 6000
  • Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
  • Povidon K30
  • 3.4 mg Saccharose
  • Talkum

Anwendung

  • Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit über den Tag verteilt unmittelbar vor oder zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

Dosierung

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Die Dosierung richtet sich nach der Höhe des Serumphosphatspiegels.
    • Zu Beginn 2 Filmtabletten (entsprechend 355 mg Calcium-Ionen) zu jeder Hauptmahlzeit unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen.
    • Je nach Höhe des Serumphosphatspiegels liegt der Tagesdosisbereich in der Regel bei 3-4 mal täglich zu den Mahlzeiten 2-3 Filmtabletten (entsprechend 1064-2129 mg Calcium-Ionen).
    • Über die letztendliche Dosierung sowie die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  • Die Therapie mit dem Präparat zur Phosphatbindung bei Patienten mit chronischem Nierenversagen ist eine Langzeittherapie und erfordert regelmäßige ärztliche Überwachung.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels angewendet haben, als Sie sollten,
    • sind keine bedenklichen Reaktionen zu erwarten und keine spezifischen Maßnahmen erforderlich. Wenn Beschwerden auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben:
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn die vorherige Anwendung vergessen wurde, sondern fahren Sie wie gewohnt fort.
  • Auswirkungen, wenn die Behandlung mit dem Arzneimittel abgebrochen wird
    • Die Einnahme des Arzneimittels darf nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt abgebrochen werden.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Calciumacetat oder einem der sonstigen Bestandteile sind.
    • bei erhöhter Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie) und bei erhöhter Calciumausscheidung im Urin (Hypercalcurie).

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
    • sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
    • häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
    • gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
    • selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
    • sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfällen
  • Nebenwirkungen:
    • Gelegentlich treten Übelkeit, Stuhlverstopfung und Durchfall auf. Hypercalcämische Episoden können sich entwickeln, vor allem bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-D-Präparaten.
    • Symptome einer Hypercalcämie (= erhöhter Blutcalciumwerte) sind zunächst Muskelschwäche und gastrointestinale Beschwerden (Bauchschmerzen, Obstipation, Übelkeit und Erbrechen), bei länger dauernder und schwerer Hypercalcämie Bewusstseinstörungen (z.B. Lethargie, Desorientierung, Benommenheit in extremen Fällen auch Koma) sowie Einschränkung der Nierenfunktion.
    • Weitere unerwünschte Nebenwirkungen sind ein starkes Durstgefühl, übermäßig häufiges Wasserlassen und Herzrhythmusstörungen.
    • Bei chronischer Niereninsuffizienz und langfristiger Einnahme kann es zu einer Untersäuerung des Blutes (metabolische Alkalose) kommen.
    • Im medizinischen Schrifttum gibt es einige Hinweise, dass sich bei chronischer Niereninsuffizienz unter der Langzeitbehandlung mit Calciumcarbonat Gefäß- und Weichteilkalzifikationen entwickeln können. Zur Vorbeugung wird eine möglichst niedrige Dosierung auch von Calciumacetat empfohlen, die sich strikt an den Serumcalcium- und Serumphosphatspiegeln orientiert.
  • Gegenmaßnahmen:
    • In der Regel sind die Nebenwirkungen nur vorübergehend. Informieren Sie dennoch Ihren behandelnden Arzt.
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht aufgeführt sind.

Patientenhinweis

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich:
    • Die Einnahme von Phosphatbindern bei chronischer Störung der Nierenfunktion sollte in Verbindung mit diätetischen Maßnahmen hinsichtlich der Phosphatzufuhr und den für den Patienten geeigneten Dialysemethoden erfolgen.
    • Die Dosis muss je nach Phosphataufnahme bzw. -entfernung mittels Dialyse und deren Wirkung auf den Calciumspiegel im Blut vom Arzt angepasst werden. Zur Bestimmung der Wirksamkeit und zur Vermeidung einer erhöhten Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcämie) erfordert dies eine regelmäßige (z.B. wöchentliche) Überwachung der Phosphatund Calciumkonzentration im Blut.
    • Die Gefahr einer erhöhten Calciumkonzentration im Blut muss insbesondere während einer gleichzeitigen Behandlung mit Vitamin-D-haltigen Arzneimitteln berücksichtigt werden. Die gleichzeitige Anwendung von Calcium- und Vitamin-D-Präparaten muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
    • Bei Langzeittherapie mit calciumhaltigen Phosphatbindern wurden Weichteilverkalkungen beschrieben.
    • Vor der Einnahme von calciumhaltigen Arzneimitteln gegen Übersäuerung des Magens (Antacida) sollten Sie ärztlichen Rat einholen, um eine zusätzliche Calciumbelastung zu vermeiden.
    • Patienten, die gleichzeitig bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen (herzwirksame Glykoside) und Calcium einnehmen, sollten mittels EKG und des Calciumspiegels im Blut, überwacht werden.
    • Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Schwangerschaftshinweis

  • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Es liegen keine Daten über eine Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft und Stillzeit vor.
    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sollten Sie das Arzneimittel nur auf ausdrückliche Anordnung Ihres behandelnden Arztes und nur unter regelmäßiger Kontrolle der Serumcalciumspiegel einnehmen.

Wechselwirkungen

  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Vitamin D und Vitamin-D-Derivate steigern die Resorption von Calcium aus dem Präparat.
    • Wenn durch die Einnahme des Arzneimittels der Calcium- Blutspiegel steigt, wird die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Arzneimitteln, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glykoside, Verapamil und Gallopamil) erhöht und das Risiko von Herzrhythmusstörungen gesteigert. Bei der gleichzeitigen Anwendung von magensäurehemmenden Arzneimittel die Aluminium enthalten, kann die Aluminiumresorption erhöht sein.
    • Die Resorption und damit auch die Wirksamkeit von zahlreichen Arzneimitteln wird durch das Präparat vermindert. Dies gilt u.a. für bestimmte Antibiotika (z.B. Tetracyclin, Ciprofloxacin, Norfloxacin, Cefpodoxim-Axetil, Cefuroxim-Axetil, Enoxacin), das Pilzmittel Ketoconazol, Eisen-, Fluorid- und Estramustinpräparate.
    • Zwischen der Einnahme eines derartigen Präparates und der Einnahme des Arzneimittels sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens 3 Stunden liegen.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Bitte beachten Sie, dass Milchprodukte einen hohen Calciumgehalt haben und damit die Wirkung des Präparates verstärkt wird. Ein Liter Milch enthält 1200 mg Calcium.

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